Dienstag, 17. April 2018

15-Minuten-Fitness ohne Geräte

"15-Minuten-Fitness ohne Geräte" 
von 
Hannah Fühler





erschienen am 27.03.2017
Bassermann Verlag
ISBN: 9783809436386 
80 Seiten + 1 DVD


Inhalt:

Um fit und schlank zu sein, braucht man keine Geräte und kein Studio - es geht auch anders: Trainieren nur mit dem eigenen Körpergewicht. Mit ganz natürlichen Bewegungsabläufen, die das Zusammenspiel übergreifender Muskelketten optimieren, wird der Körper schnell gekräftigt. Dafür reichen bereits 15 Minuten am Tag. Die erfahrene Fitnesstrainerin Hannah Fühler begleitet Sie mit Know-how und vielen guten Ideen auf dem Weg zu einem durchtrainierten und schlanken Körper.






Meine Meinung:

 Ich weiß nicht, dass wievielte Fitnessbuch ich nun ausprobiere. Aber diesmal bin ich positiv überrascht. Es ist klein, kompakt und handlich und hat zudem eine DVD mit den ganzen Übungen. Die Einleitung ist recht oberflächlich gehalten, ein paar Tipps, um durchzuhalten, etwas zum Trinkverhalten (Wasser) und ein wenig Anatomie und Ernährung. Diese Themen werden nur angerissen, was aber aus meiner Sicht ausreichend ist. 


Die Übungen werden gut erklärt und Hannah Fühler führt sie langsam aus. Man kommt gut mit und ich habe mich auch nicht überfordert oder gestresst gefühlt. Am Ende sah zwar Hannah Fühler um einiges dynamischer aus als ich, aber ich habe mich nach meinem Viertelstündchen Fitnessprogramm gut gefühlt. Und ja, eine Viertelstunde reicht völlig aus, um am nächsten Tag mit einem Muskelkater belohnt zu werden. 

Für eine Runde Muskelkater genießen, hat die Trainerin in den ersten 4 Wochen immer einen Tag Pause eingebaut. Man trainiert als "nur" jeden zweiten Tag. Danach sollte man sich an das Pensum gewöhnt haben, denn dann werden die Trainingseinheiten erhöht. Der Fitnessplan ist für 8 Wochen ausgelegt und soll nur zur Orientierung dienen.

Was mir (außer dem Video und dem Trainingsplan) auch gut gefallen hat, sind die verschiendenen Kategorien (Ganzkörper-Fit, Oberkörper-Fit und Beine-Po-Fit). Man startet immer mit einem Warm-up und beendet das Programm mit einem Cool down. Alles wird in dem Buch kurz und knapp, aber trotzdem ausreichend beschrieben.

Es werden von Hannah Fühler keine Wunder versprochen, das Sixpack in nur 4 Wochen oder ähnliches, sondern Steigerung der Leistungsfähigkeit, der Kraft und der Koordination. 
Für aktive Sportler ist dieses Buch wahrscheinlich nicht so richtig geeignet, da es sich sehr an den Basics orientiert, aber für Anfänger oder Sportmuffel (wie ich) finde ich es gut.

Bis jetzt macht es Spaß...






4 von 5 Sternen
 




Sonntag, 15. April 2018

Der große Garten

"Der große Garten" 
von 
Gilles Clèment




erschienen am 26.03.2018 
Prestel Verlag
ISBN: 9783791373348 
54 Seiten



Inhalt:

Dieses spektakuläre Buch in sehr großem Format und edler Ausstattung wird kleine wie große Naturliebhaber und Hobbygärtner faszinieren und beeindrucken: Der international bekannte Landschaftsgärtner Gilles Clément führt Kinder und Naturliebhaber Monat für Monat durch den Jahreszyklus eines wunderschönen, großen Gartens. Wenn im Mai die Natur zur Blüte erwacht, beginnt das Gartenjahr in diesem üppigen Bilderbuch. In den surrealen, detailreichen Wimmelbildern entfaltet sich die Magie der Natur. Poetische Begleittexte erzählen kleinen Gärtnern Wissenswertes über Insekten, Gemüse, Blumen, Pilze u.v.m. Alles, was man wissen muss, damit ein Garten gedeiht.





Meine Meinung:


Dieses wundervolle Buch habe ich zum ersten Mal auf der Buchmesse in Leipzig gesehen und es hatte mich direkt angesprochen. Es hat ein ungewöhnliches und nicht ganz so handliches Format, aber dies sollte nicht abschrecken. 

Die Illustrationen, die in diesem Buch sind, sind einfach nur schön, spannend und interessant. Wer die Wimmelbücher für Kinder kennt und mag, wird hier als Erwachsener seine Freude haben. Ich denke für ganze kleine Kinder ist es eher nicht so gut geeignet, aber für Kinder, die den Garten schon etwas kennen und für Erwachsene ist das Buch interessant.

Wie der Titel es schon sagt, dreht es sich hier um den Garten. Jeder Monat wird einzeln betrachtet. Man sollte zuerst auf der linken Seite den Text lesen und sich dann auf die tolle Illustration stürzen. Es gibt so viel auf einer einzelnen Seite zu entdecken, dass man nicht merkt, wie die Zeit vergeht. 

Für mich das perfekte Buch zum Abschalten und Herunterkommen. Das Gehirn hat keine Zeit noch an die Arbeit oder den Haushalt zu denken, denn man muss das Mäuschen oder die Katze auf dem Bild suchen und entdeckt dabei viele andere kleine liebevoll gezeichnete Szenen, Figuren und Pflanzen. 

Ich nehme mir das Buch gern immer wieder zur Hand und entdecke dabei stets etwas Neues. Eine Figur, die man bis dahin übersehen hat, eine Pflanze oder ein Tier, die sich erst nach dem zweiten oder dritten Mal zeigen.

 Mich hat dieses Buch mit seinen Illustrationen, den vielen Farben, Formen und kleinen verschiedenen Szenen einfangen.



5 von 5 Sternen

Sonntag, 8. April 2018

Kalter Grund

"Kalter Grund" 
von 
Eva Almstädt



erschienen am 15.05.2015
Lübbe Audio
ISBN: 9783785751244
 4 CD = 253 Minuten
gelesen von: Anne Moll


Inhalt:

Ein mysteriöser Dreifachmord auf einem Bauernhof versetzt die Bewohner eines holsteinischen Dorfes in Angst. Für Pia Korittki, neue Kommissarin bei der Lübecker Mordkommission, soll dieser Fall zur Bewährungsprobe werden. Als während der Ermittlungen ein sechzehnjähriges Mädchen spurlos verschwindet, wird die Zeit knapp. Und Pia erkennt, dass sich hinter der Fassade ländlicher Wohlanständigkeit abgrundtiefer Hass und verbotene Leidenschaften verbergen.


Meine Meinung:

Ich habe eine neue Krimiserie für mich entdeckt. Entdeckt ist vielleicht etwas falsch ausgedrückt, da es die Bücher bzw. Hörbücher schon etwas länger gibt, aber nun hatte ich das Glück gleich 12 Hörbücher (die ersten 12 Fälle) zu bekommen und konnte nun direkt los hören.

Eva Almstädts Pia Korittki lebt und arbeitet im hohen Norden und hat es gerade im ersten Fall nicht leicht. Es liegt jetzt nicht so sehr an dem Fall, als vielmehr an ihren männlichen Kollegen, die sie noch nicht so richtig aufgenommen und akzeptiert haben. Sie muss immer wieder gegen die Vorurteile, Sticheleien oder das stumpfe Ignorieren angehen. Doch sie beißt sich durch und klärt mit ihrem neuen Partner den Fall. Der erste Fall schwächelt noch etwas. Die Charaktere sind irgendwie noch nicht so richtig ausgereift und die Spannung fehlt phasenweise etwas. Trotzdem hatte die Autorin es geschafft, dass ich den zweiten auf jeden Fall (und das nicht nur, weil ich ihn eh da hatte) hören will. Pia Korritki ist neu, unverbraucht und braucht auch vom Zuhörer ihre Chance für einen zweiten Versuch. Die Charaktere sind gut ausbaufähig, hier hat die Autorin einiges an Potential noch wirklich spannende Figuren zu entwickeln und auch den nordischen Einschlag fand ich gut. 
Also auf zum nächsten Fall...



3 von 5 Sternen

Donnerstag, 5. April 2018

Barfuß im Sommerregen

 "Barfuß im Sommerregen"
 von 
Angelika Schwarzhuber



 
erschienen am 19.03.2018
  Blanvalet Verlag
ISBN: 9783734105531
 304 Seiten



 Inhalt:

»Kostenloses Wohnen auf dem Bauernhof. Gegenleistung: Unterstützung unseres noch rüstigen Onkels Alfred.« Als Romy den Aushang im Supermarkt entdeckt, scheint das die Lösung all ihrer Probleme zu sein, denn die Singlemama aus München hofft auf einen Neuanfang auf dem Land. Alfred ist zwar wenig begeistert, doch nach anfänglichen Schwierigkeiten entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen Romy und ihm. Zusammen entwickeln sie dann auch eine Geschäftsidee, die dem Hof finanziell auf die Beine helfen soll – unterstützt durch Hannes, der Romy nicht gerade kaltlässt. Doch dann taucht der Vater ihres Sohnes auf und stürzt Romy in ein Gefühlschaos. 


Meine Meinung:


Angelika Schwarzhubers Geschichten sind locker und leicht und wollen auf keinen Fall die Welt retten. Sie wollen unterhalten und den Alltag vergessen lassen. Und auch diesmal hat sie es geschafft, dass man mit ihrer alleinerziehenden Mutter Romy ein Landabenteuer mit Happy End besteht. Natürlich weiß man schon nach den ersten Kapiteln, dass hier alles gut werden wird, aber bis dahin lernt man viele (hauptsächlich) sympathische Charaktere kennen. 

Es gibt Liebesromane, die schaffen es bei mir nicht bis zur Halbzeit, weil so vieles unrealistisch und überzogen ist und die Charaktere zu blass sind. Bei Angelika Schwarzhuber gibt es die beschriebenen Situationen durchaus (Wohnungsnot in München, zu hohe Mieten für alleinerziehende Elternteile, Mietrückstände und Probleme bei der Jobsuche, wenn man allein mit Kind ist). Natürlich lässt sie ihre Hauptfigur nicht scheitern und irgendwie fügt sich alles ganz wunderbar. Es sind die Figuren, die die Geschichte nahbar und unterhaltsam machen. Es gibt ein paar Höhen und Tiefen und ein Finale, welches dann doch etwas kitschig und zu überstürzt endet. 

Und trotzdem kann man sich durch den leicht zu lesenden Schreibstil, die lockere Geschichte und die herzlichen Figuren ein unterhaltsames Wochenende mit diesem Buch schaffen.




3 von 5 Sternen

Dienstag, 3. April 2018

Chanson d’Amour

"Chanson d’Amour" 
von 
Dominique Horwitz





erschienen am 05.03.2018
  Knaus Verlag
ISBN: 9783813507201
  288 Seiten


Inhalt:

Spätsommer in Weimar. Theaterintendant Johannes Sander ist neu in der Stadt, aber die Kulturschickeria, voran der Chefredakteur der Lokalzeitung, will ihn wieder loswerden. Dazu ist jede Intrige recht. Doch ausgerechnet zwischen Sander und Christiane, der Frau des Journalisten, funkt es gewaltig: Das ist nicht die einzige gefährliche Liebschaft im Schatten des Nationaltheaters. In der jungen Ehe von Sanders Freund Roman Kaminski kriselt es, und dessen Adoptivtochter verliebt sich das allererste Mal. Lebensklug und mit viel Esprit erzählt Dominique Horwitz von den ach so verschiedenen Spielarten der Liebe.


Meine Meinung:
  
 
Nachdem ich den Herrn Kaminski in „Tod in Weimar“ kennengelernt hatte, freute ich mich auf das zweite Buch mit ihm. Doch so richtig wollte das Buch mich nicht einfangen. Es zündete nicht, sondern es schlich durch die Seiten, da halfen auch die vielen interessanten Zitate aus der Literaturwelt nicht viel. 
Die Geschichte war einfach nur belanglos und es fehlte ihr an Tempo. Kaminski hat, aus meiner Sicht, an Esprit und Charme verloren, das Frettchen war etwas anstrengend und auch die restlichen Charaktere sind diesmal etwas farblos geraten. Die Intrige gegen den neuen Intendanten des Theaters war sehr vorhersehbar und ohne Spannung. Fast schon etwas plump geraten. Manchmal wirkten die Charaktere wie ungezogene Jugendliche, die sich gegenseitig das Leben schwermachten. Die ganze Geschichte wirkte leider sehr bemüht und konstruiert und konnte mich so nicht überzeugen.
Schade, denn das erste Buch hatte mir wirklich gut gefallen.




2 von 5 Sternen

Samstag, 31. März 2018

Lennon

"Lennon" 
von 
David Foenkinos




erschienen am 12.03.2018
  DVA Verlag
ISBN: 9783421047991
  240 Seiten



Inhalt:


Es war ein folgenreicher Tag im Jahr 1975, als John Lennon entschied, keine Bühne mehr zu betreten. Auf der Couch eines Psychoanalytikers sitzend, lässt er seine wilde Zeit Revue passieren: den meteoritengleichen Aufstieg der Beatles, und wie er daran fast zugrunde gegangen wäre. Er erzählt von seiner einsamen Kindheit, die eine unheilbare Wunde gerissen hat, von seiner vollkommen irren Liebe zu Yoko Ono, den Jahren des Suchens, der Drogen, des Größenwahns – und seinem Kampf für den Frieden.

Er hat unsterbliche Songs geschrieben, und alle Welt meint ihn zu kennen, doch wer war John Lennon wirklich? Bestsellerautor David Foenkinos führt uns in dieser Romanbiografie ganz nah heran an den Popgiganten, dessen kurzes Dasein nicht nur das Leben von Millionen von Menschen, sondern auch den Lauf der Musikgeschichte für immer geändert hat.


Meine Meinung: 



John Lennon ist wohl jedem ein Begriff. Wer kennt nicht die Beatles und auch seine Solo-Hits. Aber wer war Lennon wirklich? Was für ein Mensch war er, was dachte und fühlte er? Genau dies hoffte ich mit dem Buch zu erfahren. Nun bin ich kein großer Beatles- oder John Lennon-Fan, aber ich habe bisher die Bücher von David Foenkinos recht gern gelesen und war nun gespannt auf sein neustes Werk. 

Das Fazit nach dem Lesen ist leider ernüchtern und kurz: enttäuschend. 
Ich bin ohne große Vorstellungen an das Buch herangegangen. Jedoch musste ich schon nach ein paar wenigen Seiten feststellen, dass es mich nicht wirklich anspricht. Es überraschte mich, dass mich der Schreibstil von David Foenkinos diesmal so langweilt. Die Therapiestunden von John Lennon zogen sich über die Seiten und konnten mich nicht einfangen. Er hatte keinen leichten Start ins Leben und gab diese Erfahrung leider an sein erstes Kind weiter. Phasenweise erschien er mir sehr egoistisch und zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um mitzubekommen, wie schlecht er die Menschen um sich herum behandelte. Zwar erkannte er am Ende sein Problem und versuchte sich noch zu verändern, aber dies machte die Geschichte leider nicht interessanter.

Es war diesmal leider kein Lesevergnügen. 
Ich habe das Buch enttäuscht zugeklappt und kann nur auf ein neues und 
besseres Buch von Foenkinos hoffen.





2 von 5 Sternen

Dienstag, 27. März 2018

Señor Gonzalez und der Garten des Lebens

"Señor Gonzalez und der Garten des Lebens" 
von 
Claus Mikosch




erschienen am 26.03.2018
Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 9783579087009
189 Seiten


Inhalt:

Niklas, Anfang 30, gerade arbeitslos geworden und irgendwie entwurzelt, beschließt eine Auszeit in Andalusien. Dort begegnet er Señor Gonzalez, einem alten Gärtner, der seit Jahrzehnten Gemüse auf natürliche Weise anbaut, »immer mit der Natur als Freund und Gehilfe«. Zuerst besucht Niklas den alten Mann hin und wieder, dann hilft er ihm täglich einige Stunden bei der Gartenarbeit. Dabei lernt Niklas nicht nur etwas über den Anbau von Lauch und Tomaten, sondern vor allem etwas über Gelassenheit, Achtsam- und Genügsamkeit. Señor Gonzalez, sein Wissen und seine Weisheit öffnen Niklas die Augen und helfen ihm, sein Leben neu auszurichten.


Meine Meinung:


Señor Gonzalez ist ein liebenswerter und weiser alter Mann, der in Spanien auf seinem Land lebt und mit viel Liebe und Hingabe seinen Acker bepflanzt und Bio-Gemüse verkauft. Seine Weisheiten sind nichts neues, aber er wurde von dem Autor so charmant beschrieben, dass man sich die teilweise doch recht flachen Weisheiten gefallen lässt. 

Doch leider reichen Claus Mikosch nicht die Lebens- und Gartenweisheiten, nein, er packt noch etwas Politik und Flüchtlingskrise, Streik und Ökoprobleme mit hinein. Es wird dann doch für die 189 Seiten reicht viel und somit auch oberflächlich und man fragt sich schon, was will mir der Autor eigentlich sagen? 
 Leider taucht auch immer wieder der erhobene Zeigefinger auf. Die Geschichte verliert leider mit jeder Seite mehr seinen Charme und Reiz und der arme Señor Gonzalez steckt mittendrin. Es ist nicht alles schlüssig, was erzählt wird. Es hinkt ein wenig zu sehr und man bekommt nur angerissene Probleme und die üblichen Lösungsvorschläge geliefert.

Claus Mikosch kann gut schreiben, keine Frage, aber er hat für die kleine Geschichte einfach zu viel gewollt.





3 von 5 Sternen